Bitcoin erstmals seit Juni wieder über $ 25.000, danach erneuter Rücksetzer. Plus: Bei Ethereum steht im September „The Merge“ an

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Weiter in der Spanne zwischen $ 23.700 und $ 25.000 auf und ab ging es für den Bitcoin in den letzten Tagen, in der Nacht von Sonntag auf Montag (MESZ) war es dann so weit, der Kurs konnte zum ersten Mal wieder die psychologisch wichtige Marke von $ 25.000 überschreiten.

Nichts wurde es jedoch mit weiteren Zugewinnen, fast unmittelbar danach haben offensichtlich die Bären wieder das Kommando übernommen, und so steht der Kurs der wichtigsten und größten Kryptowährung heute, Dienstagnachmittag (MESZ) wieder bei etwas über $ 23.900 und verlor seit Sonntag knapp 4 %.

Doch warum scheint durchaus Optimismus in die Kryptomärkte zurückgekehrt zu sein? Nun, Experten führen dies auf die Inflationsentwicklung in den USA zurück. Die Dynamik der Inflation hat dabei in den letzten Wochen und Monaten doch etwas an Schwung verloren, was Investoren hoffen lässt, dass das enorme Tempo, mit dem die US-amerikanische Notenbank Federal Reserve zuletzt ihre Zinsen erhöht hat, nachlassen könnte.

Wurde für Juli eine Inflation in Höhe von 8,7 % prognostiziert, so betrugen die Verbraucherpreise auch unter Einbezug der treibenden Faktoren wie Lebensmittel oder Energie mit 8,5 % doch etwas darunter, was Anleger spekulieren lässt, dass die Fed im Rahmen der bevorstehenden Sitzung der Fed im September den Leitzins doch nicht wie angenommen um 75 Basispunkte erhöht, sondern einen kleineren Schritt setzt. Derzeit notiert der US-amerikanische Leitzins in einer Spanne von 2,25 bis 2,50 %, nachdem die US-Währunghüter bei den beiden letzten Entscheidungen deutliche Erhöhungen von jeweils 75 Basispunkten gesetzt hatten. Angesichts etwas abgeschwächter Zins- und Inflationssorgen der Anleger ist in den vergangenen Wochen auch der Risikoappetit wieder zurückgekehrt, was sich auch in zum Teil großen Zugewinnen der großen Aktienindizes wie dem Dow Jones oder dem S&P500 widerspiegelte.

Ethereum – im September steht „The Merge“ an

Nicht nur der Bitcoin, sondern auch die nach Marktkapitalisierung zweitgrößte Kryptowährung Ether scheint sich langsam aber sicher wieder nach oben zu bewegen und konnte gegen Ende letzter Woche die ebenfalls psychologisch wichtige Marke von $ 2.000 kurzfristig überwinden.

Viele Experten sehen gerade in Ethereum die Zukunft, nicht zuletzt deshalb, weil für 15. September dieses Jahres ein bedeutender Tag für Ether ansteht; zu diesem Datum soll nämlich das länger verzögerte Upgrade der Ethereum-Blockchain durchgeführt werden; und sollte dieses erfolgreich sein, würde der massive Strombedarf der Blockchain gleich um über 99 % sinken.

Dieses Upgrade könnte also tatsächlich von großer Bedeutung sein, nicht zuletzt deshalb, weil Kritiker von Kryptowährungen immer wieder argumentieren, dass Coins wie Bitcoin, Ether & Co. nutzlos seien und enorme Mengen an Strom verbrauchen würden. Über den Nutzen von Kryptos lässt sich natürlich vortrefflich streiten, dass allerdings ein enormer Energieverbrauch hinter den digitalen Währungen steht, kann man kaum leugnen.

In einer Zeit, in der die Bekämpfung des Klimawandels für immer mehr Menschen zu einer absoluten Top-Priorität wird, lassen sich die CO2-Emissionen der Kryptowährungen nicht mehr länger ignorieren.

Mit „The Merge“ wird Ethereum ein System einführen, welches als „Proof-of-Stake“ bekannt ist und das schon vor der Etablierung der Blockchain im Jahr 2014 geplant war. Allerdings kam es aufgrund der damit verbundenen technischen Komplexität und der immer größeren Geldsummen, die auf dem Spiel stehen, immer wieder zu Verschiebungen.

„The Merge“ ist ein Teil dessen, was in der Vergangenheit auch als „Ether 2.0“ bezeichnet wurde, dabei geht es um eine Reihe von Upgrades, welche die Grundlagen der Blockchain neu gestalten.

Wenn es um den Energieverbrauch von Kryptowährungen geht, so ist dieser enorm. Der Bitcoin verbraucht Schätzungen zufolge 150 Terawattstunden pro Jahr – zum Vergleich: Das entspricht in etwa dem Stromverbrauch der 45 Millionen Einwohner Argentiniens. Bei Ethereum sind es ca. 62 Mio. Terawattstunden – der Stromverbrauch eines kleineren Landes wie Österreich mit seinen 9 Mio. Bewohnern.

Auch wenn ein großer Teil dieser Energie aus Kostengründen aus erneuerbaren Quellen wie Wind-, Solar- oder Wasserkraft kommt, ist der CO2-Abdruck trotzdem noch enorm.

Mit „The Merge“ wird Ethereum das bisher etablierte energieintensive Proof-of-Work-System zugunsten des „Proof-of-Stake“ vollständig aufgeben.

In der Kryptowelt bedeutet „Staking” die Einzahlung von Kryptowährungen in ein Protokoll. Manchmal kann dies zur Erzielung von Zinsen geschehen. In anderen Fällen, wie bei einer Proof-of-Stake-Blockchain, hilft die eingesetzte Kryptowährung, ein Protokoll zu sichern.

Insgesamt soll mit „The Merge“ also der bisher energieintensive Mining-Prozess entlastet und gleichzeitig das Netzwerk durch den Einsatz von ETH gesichert werden. Es wird erwartet, dass dieser Schritt für mehr Sicherheit, Nachhaltigkeit und Skalierbarkeit des Ethereum-Netzwerks sorgen wird.

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