Bitcoin kann vorläufig die wichtige Marke von $ 30k überschreiten – Fehlstart von Luna 2.0 – Zwistigkeiten um Regulierung von Kryptos in Paraguay

Am letzten Tag des Wonnemonats Mai lohnt sich ein Blick auf die Kursentwicklung der weltweit größten und wichtigsten Krpyotwährung Bitcoin (BTC) seit Beginn des Monats. Am 1. Mai lag der BTC bei einem Kurs von fast genau $ 38k, heute, zu Monatsende am 31. Mai (Nachmittag MESZ) steht dieser bei etwas über $ 31,6k. Auf Monatssicht ist somit ein sattes Minus von fast 17 % zu verzeichnen.

Noch trister sieht die Betrachtung der Kursentwicklung im auflaufenden Jahr aus; startete der BTC am 1. Januar mit $ 47,69k ins Jahr 2022, so steht ein Minus von über 33 % zu Buche.

BTC fiel damals bis 22. Januar bis auf die Marke von $ 35k, konnte diese Verluste aber bis zum 29. März fast komplett wieder aufholen; damals lag der Kurs mit $ 47,5k fast genau wieder bei jenem Niveau vom 1. Januar.

Seitdem ging es steil bergab, und am 10. Und 11. Mai wurde nicht nur die psychologisch wichtige Marke von $ 30k nach unten durchbrochen, sondern es ging noch weiter hinunter bis auf $ 28,7k. Seitdem pendelte der Bitcoin zwischen dieser Marke und $ 31,3k hin und her; erst heute, am 31. Mai, konnte ein kleiner Ausbruch über diesen Widerstand verzeichnet werden.

Es bleibt also interessant, und es stellt sich die Frage, ob die bisherigen Tiesfstände der letzten Woche auch die Verlaufstiefs für diesen Seitwärtstrend bedeuten, oder ob die momentan leicht spürbare Erholung der Technologieaktien in den USA auch den Kryptomarkt mit nach oben ziehen kann.

Einen Fehlstart musste auch die letzten Samstag, den 28. Mai, wieder neu gestartete Kryptowährung LUNA hinnehmen. Dem Kryptoprojekt Terra/Luna wurde nach dem kürzlichen massiven Crash (wir berichteten) schon der Todesstoß prognostiziert; nichtsdestotrotz maben die Entwickler von Terra/Luna um den Gründer Do Kwon letzten Samstag eine neue Version der verknüpften Blockchain gestartet – und damit auch Luna 2.0 ins Leben gerufen.

Doch schon wenige Stunden später musste der Kurs massive Verluste hinnehmen. Lag der Startkurs anfangs noch bei rund € 16, brach dieser zeitweise auf bis zu € 3,75 ein. im Verlauf auf € 5,60 ein. Aktuell (Dienstabnachmittag MESZ) liegt der Kurs bei etwas über € 8,40, es sind also enorme Schwankungen und Instabilitäten zu verzeichnen.

Mit dem Start von Luna 2.0 kündigten die Entwickler auch einen sog. „Airdrop“ für Besitzer der alten Version von Luna an. In so einem Fall erhalten diese kostenlose Token. Ziel war dabei eine Entschädigung der Anleger für die erlittenen Verluste in letzter Zeit. Allerdings dürften so manche Anleger ihre neu erhaltenen Luna-Token nicht gehalten, sondern gleich wieder auf den Markt geworfen und verkauft haben, da sie nicht wirklich an den Erfolg des Relaunchs glaubten, wodurch diese Einbrüche begründet werden.

Immer wieder berichten wir ja auch von den Bestrebungen verschiedener Länder und deren Regierungen, Kryptowährungen zu reguleren bzw. diesen einen regulatorischen Rahmen zu verpassen, dieses Mal gibt es erneut Neuigkeiten aus Südamerika.

Bei einigen Experten gilt Paraguay aufgrund relativ geringer Stromkosten Steuern und als möglicher Hotspot für Akzeptanz und Einführung von Kryptowährungen. Die Regierung Paraguay sieht dies als Chance für das südamerikanische Land und hat ein neues Gesetz zum Umgang mit diesen digitalen Assets entwerfen lassen.

Dieser Gesetzesentwurf wurde am 25. Mai dem Kongress Paraguays zur Abstimmung vorgelegt, enthalten waren genaue Bestimmungen zur Regulierung des Kryptowährungshandels, des Minings und zur Speicherung von Kryptos. Der Kongress stimmte diesem Entwurf mit 40 zu 12 Stimmen zu, allerdings muss dieser noch vom paraguayanischen Senat ratifiziert und dann vom Präsidenten des Landes, Mario Abdo Benitez, unterzeichnet werden.

Das neue Gesetz soll für jeden in Paraguay gelten, der in den Bereichen Verwahrung, Verwaltung, Produktion, Transfer, Handel, Mining oder Kommerzialisierung von Kryptowährungen tätig ist und sieht auch weitreichende rechtliche und finanzielle Garantien sowohl für Privatpersonen als auch Unternehmen vor. Zur gleichen Zeit sollen auf der anderen Seite jedoch auch Einschränkungen in Bezug auf die Besteuerung und den Stromverbrauch festgelegt werden.

Allerdings gibt es nicht nur uneingeschränkte Zustimmung zu diesen Plänen. Die Zentralbank Paraguays sowie die Haushaltskommission des Landes lehnen digitale Wähungen ab, da sie in diesen keinen Nutzen für das Land sehen würden. Darüber hinaus wurden von diesen Institutionen auch Argumente vorgebracht, die immer wieder genannt werden – etwas, dass Krptowährungen kriminelle Machenschaften unterstützen und die Stromkosten enorm steigern würden.

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Author: Bio Karl Schultz